BOOKS / Lucy Score – Mr Fixer Upper

*Werbung / Rezensionsexemplar*

Tine Wittler in sexy. Das ist es, was einem Mr Fixer Upper verspricht.
Und auch einhält, aber dieser Roman glänzt neben einem sexy Tischler auch noch mit etwas anderem. Und zwar mit Kritik an eine Branche und mein kleines Feminismusherz schlug an der einen oder anderen Stelle deutlich schneller. Vor Freude.

 

Zum Buch

Paige arbeitet als Aufnahmeleiterin beim Fernsehn und betreut eine Reality-Renovierungsshow. Die Stars der Show sind die Zwillinge Cat und Gannon. Und dieser ist es, der mit seiner ungehobelten und genervten Art Paige in den Wahnsinn treibt. Paige setzt alles daran, dass die Show reibungslos abläuft und mit seinen Wutausbrüchen macht Gannon ihr es einfach nicht leicht. Und dann ist da noch diese Anziehungskraft, die gleichzeitig von ihm ausgeht. Aber egal wie heiß er auch ist. Berufliches und Privates trennt Paige strikt. Denn eigentlich hat Paige etwas ganz anderes vor und spart nur möglichst viel Geld um einen eigenen Film auf die Reihe zu stellen. Weg von den Fake-Gefühlen im Reality-Tv, weg davon, dass nur die Einschaltquote zählt. Doch ist Gannon vielleicht die Ausnahme in dieser Fake-Welt?

Meine Meinung

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Erwartet habe ich eine leichte und unterhaltsame Lektüre und bekommen habe ich genau das, aber eben auch ein Buch, dass auf bekannte Missstände hinweist. Am Beispiel der Fernsehindustrie wird gezeigt, welche Diskrepanz es zwischen Männern und Frauen gibt. Paige reißt sich förmlich den Hintern auf, um nicht hinter den Männern vergessen zu werden. Dennoch wird sie bei Beförderungen übersehen, weil sie eben nicht der Neffe von irgendjemand wichtigen ist und keinen Schwanz hat. Ungerechte Gehälter und all diese Probleme, die wir alle aus dem Berufsleben kennen. Gemeinsam mit ihrer Mitbewohnerin spart sie Geld, damit sie eine eigene Reportage über diese Problematik machen können. Aufzeigen können, dass man noch ganz weit von einer Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist. Aber nicht nur die Männer werden verteufelt, sondern es wird auch Kritik an den Frauen selbst geübt. Denn schließlich sind wir auch daran beteiligt, wenn wir Gehaltsvorschläge einfach annehmen und uns nicht mal rückverischern, was denn eigentlich mein männlicher Kollege verdient. Ich will hier keine Lanze brechen und keine Grundsatzdiskussion anzetteln.
Ich will nur sagen, dass dieser Roman so toll ist! Ein gesellschaftskritischer Roman, der uns die Oberflächlichkeit der Unterhaltungsindustrie aufzeigt, ohne dabei platt zu sein und dann noch mit einer wirklich schönen Liebesgeschichte daherkommt.

Ich habe Paige und Gannon in mein Herz geschlossen und würde zu gern noch viel mehr von ihnen lesen, aber man soll ja aufhören, wenn es am Schönsten ist.

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